07 Jun

Ein Hauch von Belgien: Reisfladen mit Erdbeerpüree…

Was, wie, wo? Was hat denn jetzt bitte Reis mit Belgien zu tun, denkt Ihr jetzt bestimmt, oder? Tja ne ganze Menge, denn in Belgien gibt es nicht nur köstliche Pralinen, Frikandeln und Fritten mit der besten Frittensauce (die Konservierungsstoffe und Farbstoffe in dieser Sauce vergessen wir jetzt mal, sie ist einfach lecker 😉 ) Dort gibt es zudem noch eine weitere Spezialität, den „Reisfladen“. Das Reisfladen eine belgische Spezialität und nicht überall beim Bäcker zu bekommen ist, wurde mir erst so richtig bewusst, als ich ins Ruhrgebiet gezogen bin.

Aufgewachsen in einem kleinen Dorf in der Eifel nahe der belgischen Grenze, war es ganz normal mal eben „schnell“ rüber nach Belgien zum Einkaufen zu fahren und man dann vom Bäcker belgischen Reisfladen mitgebracht hat (und belgische Frittensauce…). Ein paar Kilometer weiter war man dann bereits in Luxembourg und konnte noch schnell voll tanken, dann ging es wieder Richtung Deutschland. Aber nicht nur in Belgien bekam man den typischen Reisfladen, auch bei den deutschen Bäckern in den Grenzregionen sind die auch heute noch zu bekommen. Die aus Belgien schmecken halt nur einen Deut besser.

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Der eine mag den Reisfladen am liebsten noch lauwarm wenn er frisch ist, der eine isst ihn lieber auf Zimmertemperatur, ich habe ihn schon immer am liebsten gegessen wenn er kalt aus dem Kühlschrank kommt. Und daher ist er eben auch genau bei diesen Temperaturen eine tolle Abkühlung, dazu etwas frisches Erdbeerpüree erinnert er sehr an Spaghettieis stellte mein Techguy fest. 

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Rezept für 1 Springform á 28cm:

für die Reismasse am Abend zuvor

  • 900 ml Mandelmilch (alternativ Kuhmilch oder andere Pflanzenmilch)
  • 140 g Milchreis (Rundkornreis)
  • 1 Vanilleschote
  • 2 EL Ahornsirup

für den Teig:

  • 90 ml Mandelmilch
  • 50 g Butter
  • 1 EL Ahornsirup
  • 1/2 Pck. Trockenhefe
  • 200 g Dinkelmehl Typ 630
  • 1 Prise Salz
  • 1 Eigelb

für die Reismasse zum fertigstellen:

  • 3 Eiweiß
  • 1 Eigelb

außerdem:

  • Backpapier
  • Butter für die Form
  • 1 Eigelb zu bestreichen
  • Erdbeeren nach belieben für das Erdbeerpüree

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Die Milch in einen Topf geben, erhitzen, den Reis, sowie das Mark der Vanilleschote und die Vanilleschote hinzugeben und zum Köcheln bringen. Den Reis ca. 30 Minuten auf schwacher Hitze unter rühren köcheln lassen bis er gar ist. Den Ahornsirup hineingeben, verrühren und die Reismasse erkalten lassen. Die Reismasse über Nacht zugedeckt in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Morgen die Butter in einen kleinen Topf geben, schmelzen und vom Herd nehmen. Die Mandelmilch und den Ahornsirup hineingeben und umrühren, die Hefe hinzufügen unterrühren und ca. 5-10 Minuten quellen lassen. Das Mehl in eine Schüssel geben, das Salz hinzugeben und vermischen, die Milch-Hefe-Mischung langsam herein laufen lassen und vermischen. Das Eigelb hinzugeben und mit den Händen oder der Küchenmaschine zu einem schönen geschmeidigen Hefeteig verarbeiten (ca. 5-8 Minuten kneten). Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen.

Die Springform unten mit Backpapier auslegen und die Ränder mit Butter einfetten. Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Wenn der Teig bereit ist um weiter verarbeitet zu werden, das Eiweiß zu Schnee schlagen. Die Vanillestange aus der Reismasse herausnehmen und ein Eigelb hineingeben und verrühren, anschließend den Eischnee hinzugeben und vorsichtig locker unterheben.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche auf eine Größe von ca. 40cm Durchmesser ausrollen. Vorsichtig in die Springform legen und einen ausreichenden Rand nach oben stehen lassen. Den Teig mit einer Gabel ein paarmal einstechen. Die Reismasse auf den Teig geben und glatt streichen. Den Teigrand ggf. noch etwas gerade zupfen und zurecht ziehen 😉 Das letzte Eigelb mit der Gabel verquirlen und die Reismasse und den Rad vorsichtig damit bepinseln.

Den Kuchen für ca. 30 Minuten im Backofen backen. Der original belgischen Reisfladen ist von oben ganz dunkelbraun, ich persönlich habe es lieber, wenn er was heller ist, daher schadet es auch nicht wenn Ihr ihn noch etwas länger im Backofen lasst bis er noch etwas brauner ist.

Jetzt solltet Ihr den Kuchen mindestens 2 Stunden auskühlen lassen. Ob Ihr ihn jetzt auf Zimmertemperatur esst oder in den Kühlschrank stellt, das bleibt Euch überlassen, probiert einfach aus was Euch am besten schmeckt!

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Für den Erdbeerpüree habe ich einfach Erdbeeren gewaschen, halbiert und in ein hohes Gefäß gegeben und mit einem Pürierstab zu Püree verarbeitet. Anschließend noch ein paar Erdbeeren kleingeschnitten und untergehoben. Wer den Erdbeerpüree noch süßer mag, der gibt noch Zucker oder Ahornsirup hinein.

Ich hoffe Euch haben die beiden Wochen unter dem Thema „Reis“ gefallen und es hat Euch genau so viel Spaß gemacht wir mir. Ich wünsche Euch nun noch einen grandiosen Sonntag, genießt das tolle Wetter!

Eure LeckerMone 🙂

PS: Danke an meine Schwester die für das träufeln des Erdbeerpüree auf den Fotos zuständig war und das Foto-Objekt danach genüsslich verspeist, das restliche Erdbeerpüree aus der Schüssel geschleckt und sich danach vollgefuttert den Bauch gerieben hat 😉

Reisfladen mit Erdbeerpüree
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Vorbereitungszeit
45 min
Kochzeit
30 min
Gesamtzeit
1 hr 15 min
Vorbereitungszeit
45 min
Kochzeit
30 min
Gesamtzeit
1 hr 15 min
für die Reismasse am Abend zuvor
  1. - 900 ml Mandelmilch (alternativ Kuhmilch oder andere Pflanzenmilch)
  2. - 140 g Milchreis (Rundkornreis)
  3. - 1 Vanilleschote
  4. - 2 EL Ahornsirup
für den Teig
  1. - 90 ml Mandelmilch
  2. - 50 g Butter
  3. - 1 EL Ahornsirup
  4. - 1/2 Pck. Trockenhefe
  5. - 200 g Dinkelmehl Typ 630
  6. - 1 Prise Salz
  7. - 1 Eigelb
für die Reismasse zum fertigstellen
  1. - 3 Eiweiß
  2. - 1 Eigelb
außerdem
  1. - Backpapier
  2. - Butter für die Form
  3. - 1 Eigelb zu bestreichen
  4. - Erdbeeren nach belieben für das Erdbeerpüree
Anleitung
  1. Die Milch in einen Topf geben, erhitzen, den Reis, sowie das Mark der Vanilleschote und die Vanilleschote hinzugeben und zum Köcheln bringen. Den Reis ca. 30 Minuten auf schwacher Hitze unter rühren köcheln lassen bis er gar ist. Den Ahornsirup hineingeben, verrühren und die Reismasse erkalten lassen. Die Reismasse über Nacht zugedeckt in den Kühlschrank stellen.
  2. Am nächsten Morgen die Butter in einen kleinen Topf geben, schmelzen und vom Herd nehmen. Die Mandelmilch und den Ahornsirup hineingeben und umrühren, die Hefe hinzufügen unterrühren und ca. 5-10 Minuten quellen lassen. Das Mehl in eine Schüssel geben, das Salz hinzugeben und vermischen, die Milch-Hefe-Mischung langsam herein laufen lassen und vermischen. Das Eigelb hinzugeben und mit den Händen oder der Küchenmaschine zu einem schönen geschmeidigen Hefeteig verarbeiten (ca. 5-8 Minuten kneten). Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen.
  3. Die Springform unten mit Backpapier auslegen und die Ränder mit Butter einfetten. Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  4. Wenn der Teig bereit ist um weiter verarbeitet zu werden, das Eiweiß zu Schnee schlagen. Die Vanillestange aus der Reismasse herausnehmen und ein Eigelb hineingeben und verrühren, anschließend den Eischnee hinzugeben und vorsichtig locker unterheben.
  5. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche auf eine Größe von ca. 40cm Durchmesser ausrollen. Vorsichtig in die Springform legen und einen ausreichenden Rand nach oben stehen lassen. Den Teig mit einer Gabel ein paarmal einstechen. Die Reismasse auf den Teig geben und glatt streichen. Den Teigrand ggf. noch etwas gerade zupfen und zurecht ziehen 😉 Das letzte Eigelb mit der Gabel verquirlen und die Reismasse und den Rad vorsichtig damit bepinseln.
  6. Den Kuchen für ca. 30 Minuten im Backofen backen. Der original belgischen Reisfladen ist von oben ganz dunkelbraun, ich persönlich habe es lieber, wenn er was heller ist, daher schadet es auch nicht wenn Ihr ihn noch etwas länger im Backofen lasst bis er noch etwas brauner ist.
  7. Jetzt solltet Ihr den Kuchen mindestens 2 Stunden auskühlen lassen. Ob Ihr ihn jetzt auf Zimmertemperatur esst oder in den Kühlschrank stellt, das bleibt Euch überlassen, probiert einfach aus was Euch am besten schmeckt!
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Ein Gedanke zu „Ein Hauch von Belgien: Reisfladen mit Erdbeerpüree…

  1. Mm, sieht sehr lecker aus. In der Schweiz gibt es um Ostern immer Osterkuchen der ziemlich ähnlich ist, hat mich sofort daran erinnert=)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

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