23 Feb

LeckerBox #101: FrühstücksBox mit Müsli-Bagels, Mandelbutter und Bananen… *vegan *kristallzuckerfrei

Der Mensch ist machmal schon ein seltsames Wesen. Da gibt es Dinge im Leben, die wollen einem einmal nicht gelingen und man scheut sich direkt diese Dinge ein zweites Mal auszuprobieren. Die Angst, es könnte erneut schiefgehen ist größer als der Mut es erneut zu probieren oder zu verbessern. Kennt Ihr das?

Im Arbeitsleben habe ich dieses Verhalten mittlerweile abgelegt, da begebe ich mich einfach dran, denn es tut sowieso kein anderer für mich. Aber auch dort gab es eine Phase in der ich das ein oder andere Stück Software am liebsten ganz weit weg geschoben hätte und nie hätte testen müssen. Der ein oder andere von Euch weiss vielleicht, dass ich im Arbeitsleben 1.0 Software teste und da gab es mal so ein Stück Server-Software mit dem ich absolut auf dem Kriegsfuß stand, es wollte mir einfach nie gelingen das diese Software vernünftig lief, also hätte ich sie am liebsten nie angerührt. Da es aber mein Job ist, diese Software zu testen ging das ja nun mal nicht. Mittlerweile sind dieses besagte Stück Software und ich beste Freunde und wir vertragen und prächtig 😉

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Aber in meinem Privatleben, bzw. in meinem Küchenleben gab es da auch so ein leidiges Thema: der „Hefeteig“! Des öfteren habe ich hier schon mal darüber gejammert, mein Leid geklagt, aber auch das bringt mich ja nicht voran. Nachdem es mit dem Hefeteig einmal mächtig schief gelaufen war, habe ich ihn lange nicht angerührt. Dann habe ich im letzten Jahr die „Über-Nacht“ -Variante für mich entdeckt und war hellauf begeistert! Vollkorn-Frühstücksbrötchen, Zimt-Nuss-Schnecken, Overnight-Bagels und Burger-Brötchen, es klappte mit dieser Über-Nacht-Variante auf einmal.

Aber irgendwie ist meine Hefe-Euphorie wieder eingeschlafen, weiss der Herrgott warum, ich weiss es jedenfalls nicht. Jedenfalls hatten wir Anfang des Jahres Besuch und ich war hellauf begeistert von dem Pizza-Raclette welches ich bei Samira gesehen hatte. Das wollte ich auch machen und habe voller Stolz angepriesen: „es gibt Pizza-Raclette“! Halt Stopp, da war doch noch was, dachte ich kurz vorher: das heißt ja Pizzateig mit Hefe machen und das ohne Über-Nacht-Variante! Ohhhhnein, ich sah es schon schief gehen! Echt, ich hätte gedacht es gelingt nicht. Zum Glück war es aber nicht so, ich habe frühzeitig angefangen, habe dem Hefeteig genügend Zeit zum gehen lassen und der Teig und auch das Pizza-Raclette waren perfekt!

Jedenfalls war das mein erneuter Ansporn, erneut mehr mit Hefeteig zu machen und auch auf die Über-Nacht-Variante zu verzichten und dem Hefeteig so genügend Zeit zum gehen zulassen.

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Am Samstag vor einer Woche schwebte mir dann so ein richtig schönes, gemütliches Frühstück mit Hefeteig-Gebäck für den Sonntagmorgen vor. Ich war mir aber noch nicht genau sicher, was es werden sollte. Ob einfache süße Brötchen, Brioche, Frühstücksbröchten oder Bagels. Eines war mir jedoch klar, ich hatte keine Lust mehr den Teig Samstagabends für die Über-Nacht-Variante noch anzusetzen. So machte ich den Hefeteig erst am Sonntagmorgen und entschied mich für Müsli-Bagels! Eine Kombination, die unglaublich lecker ist! Das ganze dann noch in Verbindung mit selbst gemachter Mandelbutter und Bananenscheiben…einfach nur yummy! 

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Rezept für 10 Müsli- Bagels:

  • 300 ml lauwarmes Wasser
  • 50 g Reissirup (alternativ Zucker)
  • 2 EL Rapsöl
  • 1 Pck.- Trockenhefe (9 g)
  • 500g Dinkelmehl Typ 630
  • ca. 10 g Salz
  • 6 EL Mehrkornflocken
  • ca. 50 g gehakte Haselnüsse
  • ca. 50 g gehakte oder gestiftete Mandeln
  • ca. 100 g Sultaninen
  • etwas mehr Körner und Nüsse zum bestreuen

Das Wasser mit dem Reissirup und dem Öl in eine Schüssel geben und rühren bis sich der Reissirup aufgelöst hat. Die Hefe hinzugeben, gut umrühren und ca. 5-10 Minuten quellen lassen. In der Zwischenzeit das Mehl mit dem Salz in eine Schüssel geben und verrühren.

Die Wasser-Hefeflüssigkeit langsam in das Mehl laufen lassen und mit einem Löffel verrühren. Anschließend den Teig mit den Händen (oder der Küchenmaschine) zu einem geschmeidigen Hefeteig verarbeiten bis er langsam anfängt kleine Bläschen zu werfen. Das kann ggf. knapp 10 Minuten dauern.

Im Anschluss die Mehrkornflocken, Nüsse, Mandeln und Sultaninen rein kneten. Den Teig zu einer Kugel formen, die Schüssel mit etwas Mehl ausstäuben und ca. 1 Stunde zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen. Den Teig nun in 10 gleich große Stücke á ca. 100 g -110 g teilen und zu Kugeln formen. Mit einem Holz-Kochlöffel oder mit den Händen in die Mitte ein Loch drücken, den Teig anschließend über den Mittel- und Ringfinger gleiten lassen bis er seine typische Form erhält. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und mit dem restlichen Teig genauso verfahren. Die Bagels zugedeckt nochmals ca. 30 Minuten gehen lassen.

Ein großen Topf mit Wasser füllen und das Wasser zum Sieden bringen. Wasser erreicht den Siedepunkt kurz vorm Kochen. Sollte Euer Wasser bereits kochen, dann stellt die Herdplatte ab und wartet bis das Wasser nicht mehr blubbert. Gebt eine Mischung aus Mehrkornflocken, Nüssen und Mandeln auf einen Teller. Nun gebt Ihr je einen Bagel vorsichtig in den Topf Wasser, von jeder Seite ca. 30 Sekunden. Dann mit einem Schaumlöffel entnehmen und in die Körner-Flocken-Mischung drücken. Anschließend auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. So verfahrt Ihr mit allen Bagels.

Den Backofen auf 220°C Ober- und Unterhitze vorheizen und die Müsli-Bagels ca. 15 – 20 Minuten goldbraun backen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Ihr könnt den Teig auch zuerst ohne die Körner und Sultaninen gehen lassen. Nachdem er eine Stunde gegangen ist, teilt Ihr den Teig. In eine Hälfte knetet Ihr Nüsse, Flocken und Sultaninen. Die andere Hälfte lasst Ihr so und drückt Sie z.B. in Mohnkörner wie ich es hier bei den Overnight-Bagels gemacht habe. So habt Ihr eine Variante fürs Frühstück und welche für die MittagsBox die Ihr herzhaft belegen könnt.

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Bei uns gab es die Bagels sonntagsmorgens zum Frühstück mit Mandelbutter und Banane. Die restlichen wanderten Montags und Dienstags in die FrühstückBox! Wenn Ihr die Bagels in einer Blechdose oder einem Topf mit Decke luftdicht verschließt, dann halten sie ein paar Tage frisch. Ihr könnt sie ggf. auch noch mal aufbacken.

Dieses Frühstück war wirklich mein Highlight der letzten Wochen 😉

Habt einen guten Start in die neue Woche!

Mit gesundem und leckeren aus der Box,

Eure LeckerMone 🙂

Müsli-Bagels
Reicht für 10
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Vorbereitungszeit
1 hr 30 min
Kochzeit
30 min
Gesamtzeit
2 hr
Vorbereitungszeit
1 hr 30 min
Kochzeit
30 min
Gesamtzeit
2 hr
Zutaten
  1. - 300 ml lauwarmes Wasser
  2. - 50 g Reissirup (alternativ Zucker)
  3. - 2 EL Rapsöl
  4. - 1 Pck.- Trockenhefe (9 g)
  5. - 500g Dinkelmehl Typ 630
  6. - ca. 10 g Salz
  7. - 6 EL Mehrkornflocken
  8. - ca. 50 g gehakte Haselnüsse
  9. - ca. 50 g gehakte oder gestiftete Mandeln
  10. - ca. 100 g Sultaninen
  11. - etwas mehr Körner und Nüsse zum bestreuen
Anleitung
  1. Das Wasser mit dem Reissirup und dem Öl in eine Schüssel geben und rühren bis sich der Reissirup aufgelöst hat. Die Hefe hinzugeben, gut umrühren und ca. 5-10 Minuten quellen lassen. In der Zwischenzeit das Mehl mit dem Salz in eine Schüssel geben und verrühren.
  2. Die Wasser-Hefeflüssigkeit langsam in das Mehl laufen lassen und mit einem Löffel verrühren. Anschließend den Teig mit den Händen (oder der Küchenmaschine) zu einem geschmeidigen Hefeteig verarbeiten bis er langsam anfängt kleine Bläschen zu werfen. Das kann ggf. knapp 10 Minuten dauern.
  3. Im Anschluss die Mehrkornflocken, Nüsse, Mandeln und Sultaninen rein kneten. Den Teig zu einer Kugel formen, die Schüssel mit etwas Mehl ausstäuben und ca. 1 Stunde zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen. Den Teig nun in 10 gleich große Stücke á ca. 100 g -110 g teilen und zu Kugeln formen. Mit einem Holz-Kochlöffel oder mit den Händen in die Mitte ein Loch drücken, den Teig anschließend über den Mittel- und Ringfinger gleiten lassen bis er seine typische Form erhält. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und mit dem restlichen Teig genauso verfahren. Die Bagels zugedeckt nochmals ca. 30 Minuten gehen lassen.
  4. Ein großen Topf mit Wasser füllen und das Wasser zum Sieden bringen. Wasser erreicht den Siedepunkt kurz vorm Kochen. Sollte Euer Wasser bereits kochen, dann stellt die Herdplatte ab und wartet bis das Wasser nicht mehr blubbert. Gebt eine Mischung aus Mehrkornflocken, Nüssen und Mandeln auf einen Teller. Nun gebt Ihr je einen Bagel vorsichtig in den Topf Wasser, von jeder Seite ca. 30 Sekunden. Dann mit einem Schaumlöffel entnehmen und in die Körner-Flocken-Mischung drücken. Anschließend auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. So verfahrt Ihr mit allen Bagels.
  5. Den Backofen auf 220°C Ober- und Unterhitze vorheizen und die Müsli-Bagels ca. 15 – 20 Minuten goldbraun backen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
LeckerBox.com http://blog.leckerbox.com/

3 Gedanken zu „LeckerBox #101: FrühstücksBox mit Müsli-Bagels, Mandelbutter und Bananen… *vegan *kristallzuckerfrei

  1. Guten Morgen Mone,

    OMG!!!!! Ich liebe Bagels, finde die gekauften nur einfach schlicht zu teuer. Das Hefe-Problem kenne ich zu gut: Mache ich Hefe nur so, klappt es, aber wehe, ich sage meinen beliebten Chinois-Mohnschneckenkuchen jemandem als Geschenk zu kannst Du davon ausgehen, dass er nicht gelingt. Vielleicht sollte ich auch mal Deine Overnight-Variante ausprobieren? Die Bagels teste ich auf jeden Fall am Wochenende… mir schweben schon allerlei Varianten vor: Frischkäse mit Lachs, Ruccola mit Parmesan und Schinken… mir läuft das Wasser im Mund zusammen.

    Danke fürs Rezept.

    LG Nicole,
    die jetzt auch endlich eine Cinto besitzt 😉

    • LeckerMone

      Hey Aline,
      da gibt es gar kein Großartiges Rezept zu. Mandeln in einen Leistungsstarken Standmixer werfen, einschalten und etwas Geduld mitbringen. Nach einer Weile mixen werden die Mandeln erst zu Mandelmehl und dann zu Muß. Aber bitte nur einen Leistungsstarken Mixer verwenden, sonst machst du Dir den Mixer kaputt, den Mandeln sind schon ziemlich hart. So ca. 1400 Watt sollte der Mixer schon haben, am besten jedoch einen mit 2-3 PS wie z.B. der Vitamix oder Omniblend.
      Liebe Grüße
      Simone 🙂

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