04 Okt

Wir wär’s, zu Erntedank „Karotten-Gewürz-Muffins mit Birne und Walnüssen“ und dazu noch ein bisschen Sprachunterricht in Eifeler-Platt?

Isch ben högg noh ens op jöck un nid hee! Das war Kölsch und heißt: Ich bin heute noch mal unterwegs und nicht hier! Ich selber bin mit Eifeler-Platt aufgewachsen und habe es dadurch, dass meine Eltern es sprechen auch wirklich noch gelernt. Eifeler-Platt ist ähnlich dem Kölschen oder dem Öcher-Platt (Aachener Platt) und egal aus welcher Gegend man kommt, man versteht sich trotzdem, auch wenn einzelne Vokabeln anders ausgesprochen werden. Ich selbst spreche Platt aber höchstens noch wenn ich zu Hause in der Eifel bin, ansonsten spreche ich ganz normal Hochdeutsch, denn sonst würde mich hier im Ruhrpott ja keiner verstehen. Ist ja schon schlimm genug, dass hier niemand weiß, was ein „Plümo“ (Bettdecke) und eine „Apfelkitsche“ (Kerngehäuse des Apfels) ist ;-). Wahrscheinlich hört man aber trotz meines Hochdeutsch immer noch raus, dass das Ruhrgebiet nicht meine Geburtsgegend ist und ich gebürtig irgendwo aus dem Rheinland komme.

Ich mag Dialekte sehr gern und ich finde man sollte sie auch nicht komplett verstecken, denn ein Dialekt hat schließlich etwas mit der Herkunft und der Heimat zu tun. Auch Kinder sollten aus meiner Sicht weiterhin mit dem Dialekt ihrer Heimat aufwachsen und es sollte Ihnen weiterhin beigebracht werden, so dass diese Heimatsprachen nicht komplett aussterben.

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Aber ich will Euch hier heute keine Lehre im Plattdeutschen und Dialekten beibringen, nein ich bin heute wirklich op jöck und genau das wollte ich Euch damit eigentlich nur sagen. Wo ich bin? In unserer Bundeshauptstadt Berlin, auf dem zweiten FoodBloggerCamp diesen Jahres in Deutschland. Wahrscheinlich bin ich gerade noch ziemlich müde, da ich zu wenig Schlaf abbekommen habe die letzten zwei Nächte, nur hungrig das bin ich bestimmt schon, denn ein Tag ohne Frühstück ist nur ein halber Tag.

Bereits am Donnerstag habe ich mich mit Frau Glasgeflüster auf den Weg nach Berlin gemacht, um dort die Hauptstadt zu rocken. Da ich die LunchLiebe aber nicht schon Tage vorher vorbereiten wollte, habe ich heute einfach etwas anderes für Euch, nämlich ein Rezept. Und da Morgen Erntedankfest ist sind die Muffins voll gepackt mit Karotten, Birnen und Walnüssen. Diese Muffins hatte ich auch auf dem FoodCamp in Bergisch Gladbach für die Kuchentafel beigesteuert und einige hatten bereits nach dem Rezept gefragt, also hier jetzt meine Karotten-Gewürz-Muffins mit Birne und Walnüssen!

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Zutaten für 12 Stück Muffins:

  • 180 g geriebene Möhre
  • 240 g geriebene Birne (mit Schale)
  • 2 Bio-Eier
  • 80 g Birnendicksaft oder Reissirup (alternativ Zucker)
  • 140 ml Rapsöl
  • 180 g Dinkelmehl 630
  • 2 TL Weinsteinbackpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 1 TL Zimt
  • 1 Prise Ingwer
  • 1 Prise Muskatnuss
  • 50 g Kokosraspel
  • 60 g grob gehakte Walnüsse
  • grob gehakte Walnüsse und gestiftete Mandeln zum bestreuen

Mehl, Weinsteinbackpulver, Natron, Zimt, Ingwer, Muskatnuss und Kokosraspeln mischen und beiseite stellen. Eier mit Birnendicksaft oder Reissirup ca. 1-2 Minuten schön schaumig schlagen. Das Rapsöl langsam herein laufen lassen und nochmals ca. 1 Minute auf mittlerer Stufe schlagen. Die Trockenzutaten hinzugeben und gut vermischen (der Teig sollte jetzt ziemlich fest sein). Die geriebene Möhre und Birne hinzugeben und mit dem Handrührgerät alles noch mal gut umrühren. Zuletzt die gehackten Walnüsse hinzugeben und mit einem Löffel umrühren.

Den Backofen auf 150°C Umluft vorheizen. Den Teig auf 12 Muffinförmchen aufteilen und zuletzt mit gehackten Walnüssen und gestifteten Mandeln bestreuen. Für ca. 30-40 Minuten im vorgeheizten Backofen schön goldbraun backen. Eine kurze Stäbchenprobe zeigt, ob sie gar sind.

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Und weil es so schön war zu Beginn, machen wir doch noch ein paar Vokabelübungen auf Eifeler-Platt zum Erntedankfest 😉

  • Möhren: Muuhre
  • Birnen: Birren
  • Kartoffeln: Erberen
  • Erbsen und Möhren: Äärz un Muuhre
  • Endiviensalat mit Kartoffeln vermengt: Endiev Ongerenehn
  • gedeckter Apfelkuchen: Appelplatz
  • Pellkartoffeln: Quellmänn
  • Pflaumen: Pruume

In dem Sinne, habt ein schönes und gemütliches Wochenende…

Eure LeckerMone 🙂

Karotten-Gewürz-Muffins mit Birne und Walnüssen
Reicht für 12
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Vorbereitungszeit
20 min
Kochzeit
40 min
Gesamtzeit
1 hr
Vorbereitungszeit
20 min
Kochzeit
40 min
Gesamtzeit
1 hr
Zutaten
  1. - 180 g geriebene Möhre
  2. - 240 g geriebene Birne (mit Schale)
  3. - 2 Bio-Eier
  4. - 80 g Birnendicksaft oder Reissirup (alternativ Zucker)
  5. - 140 ml Rapsöl
  6. - 180 g Dinkelmehl 630
  7. - 2 TL Weinsteinbackpulver
  8. - 1/2 TL Natron
  9. - 1 TL Zimt
  10. - 1 Prise Ingwer
  11. - 1 Prise Muskatnuss
  12. - 50 g Kokosraspel
  13. - 60 g grob gehakte Walnüsse
  14. - grob gehakte Walnüsse und gestiftete Mandeln zum bestreuen
Anleitung
  1. Mehl, Weinsteinbackpulver, Natron, Zimt, Ingwer, Muskatnuss und Kokosraspeln mischen und beiseite stellen. Eier mit Birnendicksaft oder Reissirup ca. 1-2 Minuten schön schaumig schlagen. Das Rapsöl langsam herein laufen lassen und nochmals ca. 1 Minute auf mittlerer Stufe schlagen. Die Trockenzutaten hinzugeben und gut vermischen (der Teig sollte jetzt ziemlich fest sein). Die geriebene Möhre und Birne hinzugeben und mit dem Handrührgerät alles noch mal gut umrühren. Zuletzt die gehackten Walnüsse hinzugeben und mit einem Löffel umrühren.
  2. Den Backofen auf 150°C Umluft vorheizen. Den Teig auf 12 Muffinförmchen aufteilen und zuletzt mit gehackten Walnüssen und gestifteten Mandeln bestreuen. Für ca. 30-40 Minuten im vorgeheizten Backofen schön goldbraun backen. Eine kurze Stäbchenprobe zeigt, ob sie gar sind.
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