11 Jun

MittwochsBox #40: Rice and Peas with Ginger Beer…

Am vergangenen Wochenende dürfte keiner von Euch Probleme gehabt haben, irgendwie auf karibische Stimmung zu kommen, oder etwa doch? Ich für meinen Teil jedenfalls nicht. Ob auf dem Balkon, vor der Türe oder sogar in der Wohnung, es war einfach überall warm! Nein, besser gesagt es war heiß und das nicht nur draußen sondern auch bei uns in der Dachgeschosswohnung.

Karibik_Start

Den fürchterlichen Regen und das Unwetter, das sie für Sonntag vorausgesagt hatten ist bei uns im Pott irgendwie ausgeblieben, auch wenn es im ca. 60 km entfernten Krefeld ganz fürchterlich geschüttet haben muss, bei uns waren es tagsüber nur ein paar Tropfen.

Diese Worte stammen von Montagabend 20:30Uhr, als ich gemütlich mit meinem Macbook auf der Couch lag, kurz danach aber beschloss, dass ich zu müde war und also jenes Schreibgerät zuklappte. Und dann kam eine Nachricht, die den ganzen Abend schlagartig veränderte und mich auf einmal wieder hellwach werden ließ! Um genau gesagt 20:37 Uhr bekam ich eine Nachricht aus der Eifel, die besagte, das ein schweres Unwetter vorbeigezogen sei.

Eine umgeknickte große alte Kastanie und weitere umgekippte Bäume, die die Ortseinfahrt meines Heimatortes blockierten. Hier im Pott fing es kurz drauf dann auch an zu grummeln und der Himmel wurde grauer, wir sicherten den kompletten Balkon, alle Blumenkübel und -kästen wurden auf dem Boden unter dem Dachvorsprung gesichert, Tische und Stühle weggeräumt und verstaut. Um 21:16 Uhr entstand mein erstes Foto von einer unbeschreiblichen Wolkenfront, die uns aus Westen entgegenkam…und dann ging es los, ein Unwetter in einer Form, das ich so noch nicht erlebt habe! Unbeschreiblich angsteinflössend, auch wenn man sonst keine Angst vor Gewittern verspürt. Ich denke, Ihr habt es alle irgendwo in den Nachrichten oder auf anderen Kanälen mitbekommen, es war einfach nur heftig. Das Ruhrgebiet ist sprichwörtlich verwüstet. Gestern Morgen war in vielen Straßen kein durchkommen, selbst gestern Abend waren viele Straßen noch gesperrt, da umgekippte Bäume und Oberleitungen diese blockierten. Ich denke, all das wird uns auch noch ein paar Tage erhalten bleiben, bis alles mal wieder aufgeräumt ist…

Was es in der MittwochsBox #40 zum Thema Karibik geben sollte, hatte ich in der letzten Woche schon grob geplant, aber irgendwie kam es dann doch ein bisschen anders. Denn eigentlich hatte ich war angedacht endlich mal Kochbananen auszuprobieren, aber wie es dann mal wieder so ist, es waren nirgendwo Kochbananen zu bekommen, also habe ich mich spontan ein bisschen umentschieden.

GingerBear_Rice-andPeas_2

Rice an Peas = Reis mit Bohnen, ist quasi die Nationalspeise in der gesamten Karibik und wird zu fast jedem Gericht gegessen. Sei es auf Haiti zusätzlich mit Speck und Nelken, auf Kuba zusätzlich mit grüner Paprika, Zwiebeln und kleingeschnittenen Tomaten, es ist in der ganzen Karibik allgegenwärtig.

Da Reis eines der problemlosesten und am besten sättigenden Gerichte für eine LunchBox ist, entschied ich mich somit für Rice and Peas für die MittwochsBox. Zusätzlich gab es als fruchtigen Zusatz ein paar Stücke Papaya und ein paar Stücke in Scheiben geschnittene Karambole (=Sternfrucht).

Karambolen stammen ursprünglich von den Großen Antillen, werden heute jedoch in allen tropischen Gebieten weltweit angebaut. Die Papaya gehört zu den Melonenbaumgewächsen und wurde bereits in vorkolumbianischer Zeit von den Indianern Mittelamerikas und Brasiliens kultiviert, die Spanier brachten sie von Panama auf die Westindischen Inseln. Heute werden Papayas weltweit in allen tropischen Gebieten angebaut. Papayas sind reich an Provitamin A und Vitamin C, außerdem enthalten sie das Ferment Papain, welches eiweißspaltend und verdauungsfördernd wirkt. Auf Jamaica wächst eine, nur dort heimische, Papaya-Sorte (PawPaw) die etwas größer ist als eine Birne, eine grünlich-gelbe Schale und ein fast weißes Fruchtfleisch hat. Papayas werden in der Karibik hauptsächlich halbiert, von den Kernen befreit, gedünstet, gefüllt (z.B. mit Gemüse, Fisch oder Fleisch) und anschließend überbacken.

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Zutaten für ca. 4 Portionen Rice and Peas:

  • 250 g Basmati Reis
  • 120 g trockene Kidney Bohnen (alternativ eine Dose)
  • 400 ml ungesüsste Kokosmilch/creme (hier 70% Kokosanteil)
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 grüne Pfefferschote (Peperoni)
  • 1 Zweig frischer Thymian
  • Salz & Pfeffer aus der Mühle
  • zusätzlich noch etwas mehr Wasser

Wenn Ihr wie ich mit getrockneten Kindey Bohnen kocht, dann lasst diese 12 Stunden in Wasser einweichen und anschließen nach Packungsanweisung ca. 1 Stunde gar kochen.

Den Reis in ein feines Sieb geben und mit kaltem Wasser abspülen bis das Wasser klar ist. Die Kokosmilch mit Wasser aufschütten bis auf eine Menge von 500 ml. Frühlingszwiebeln waschen und in feine Ringe schneiden, Pfefferschote entkernen, waschen und ebenfalls in feine dünne Ringe schneiden. Den Zweig Thymian ebenfalls waschen und trocken schütteln.

Die 500 ml Kokosmilch und Wasser in einen Topf geben, Frühlingszwiebeln, Pfefferschoten, Thymian hinzugeben und mit etwas Salz & Pfeffer würzen. Reis hinzugeben und aufkochen lassen, die Hitze anschließend reduzieren und unter zwischenzeitlichem Rühren ca. 20 Minuten köcheln lassen. Wenn Ihr merkt, dass der Reis schon sehr viel Flüssigkeit aufgesogen hat, gebt schluckweise Wasser hinzu, denn er sollte nicht anbrennen. So verfahrt Ihr, bis der Reis fast gar ist, dann rührt Ihr behutsam die Kidney Bohnen hinein und lasst den Reis bei ausgeschalteter Hitze noch ca. 10 Minuten nachquellen, den Thymian anschließend wieder heraus nehmen.

Den Reis jetzt entweder direkt warm servieren, oder aber komplett erkalten lassen um ihn am nächsten Tag in die LeckerBox zu füllen.

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Als ich mein Karibisches Kochbuch durchging, hatte es mir da noch etwas angetan: das Ginger Beer! Aber Bier zum Mittagessen? Klar, denn es ist kein wirkliches Bier, es beinhaltet weder Alkohol noch hat es Kohlensäure, dafür ist es jedoch sehr, sehr scharf 😉 Das Ginger Beer benötigt etwas Vorbereitung und Zeit zum Ziehen, es sollte daher zwei Tage bevor es benötigt wird aufgesetzt werden.

Zutaten für 1 Liter Ginger Beer:

  • 150 – 200g frischen Ingwer
  • 200 Reissirup (alternativ Zucker oder Agavendicksaft)
  • 5 Gewürznelken
  • 1 Stück Zimtstange
  • 1 Liter Wasser
  • Saft und Schale einer unbehandelten Zitrone
  • Passier- oder Mulltuch zum filtern

Den Ingwer schälen und in kleine Stücke schneiden. Diesen anschließend mit dem Reissirup, Nelken, Zimtstange, Zitronensaft- und schale gemeinsam mit dem Wasser in einen Topf geben. Die Mischung zum Kochen bringen und ca. 30 Minuten auf schwacher Hitze köcheln lassen. Diese Mischung in ein (mehrere) große Gläser oder Flaschen füllen, verschließen und für 2 Tage im Kühlschrank ziehen lassen.

Nach zwei Tagen durch ein Passier- oder Mulltuch filtern, in Flaschen füllen und bis zur Verwendung im Kühlschrank aufbewahren.

In der Karibik wird das Ingwerbier meist pur lediglich mit ein paar Eiswürfeln serviert, was mir persönlich aber viel zu scharf war, auch wenn ich gerne scharf esse. Ist einem dieses Bier also pur zu scharf, dann kann es mit stillem Wasser gestreckt werden, in welchem Verhältnis müsst Ihr einfach ausprobieren. Wir haben zudem noch die Mischung: Ingwerbier, Wasser, Orangensaft und Eiswürfel am Wochenende getrunken, und sind der Meinung, dass es sehr gut und erfrischend schmeckt.

Ginger Beer hat in der Karibik eine lange Tradition, es wird fast immer zu Hause zubereitet und ist besonders zu Weihnachten in der Karibik sehr beliebt. Hausfrauen verkaufen Ihr selbst gemachtes Ginger Beer an Marktständen oder in Obst- und Gemüseläden, auch hier gibt es zahlreiche Kombinationen des Ginger Beer.

Ob ich das Ginger Beer zu Weihnachten wirklich trinken möchte weiß ich nicht 😉 aber im Sommer ist es super erfrischend und Eiskalt ein Genuss…

Habe ich Euch nun in Karibik-Stimmung versetzt, falls Ihr sie nicht sowieso schon hattet? Ja? Dann habe ich ja alles richtig gemacht! 😉

So, nun lege ich mich in meinen virtuellen Sonnenstuhl und schaue mal was die anderen Teinehmer alles so karibisches zubereitet haben…ich bin sehr gespannt.

Mit gesundem und leckeren aus der Box,

Eure LeckerMone 🙂

 

Rice and Peas
Reicht für 4
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Vorbereitungszeit
15 min
Kochzeit
25 min
Gesamtzeit
40 min
Vorbereitungszeit
15 min
Kochzeit
25 min
Gesamtzeit
40 min
Zutaten
  1. - 250 g Basmati Reis
  2. - 120 g trockene Kidney Bohnen (alternativ eine Dose)
  3. - 400 ml ungesüsste Kokosmilch/creme (hier 70% Kokosanteil)
  4. - 2 Frühlingszwiebeln
  5. - 1 grüne Pfefferschote (Peperoni)
  6. - 1 Zweig frischer Thymian
  7. - Salz & Pfeffer aus der Mühle
  8. - zusätzlich noch etwas mehr Wasser
Anleitung
  1. Wenn Ihr wie ich mit getrockneten Kindey Bohnen kocht, dann lasst diese 12 Stunden in Wasser einweichen und anschließen nach Packungsanweisung ca. 1 Stunde gar kochen.
  2. Den Reis in ein feines Sieb geben und mit kaltem Wasser abspülen bis das Wasser klar ist. Die Kokosmilch mit Wasser aufschütten bis auf eine Menge von 500 ml. Frühlingszwiebeln waschen und in feine Ringe schneiden, Pfefferschote entkernen, waschen und ebenfalls in feine dünne Ringe schneiden. Den Zweig Thymian ebenfalls waschen und trocken schütteln.
  3. Die 500 ml Kokosmilch und Wasser in einen Topf geben, Frühlingszwiebeln, Pfefferschoten, Thymian hinzugeben und mit etwas Salz & Pfeffer würzen. Reis hinzugeben und aufkochen lassen, die Hitze anschließend reduzieren und unter zwischenzeitlichem Rühren ca. 20 Minuten köcheln lassen. Wenn Ihr merkt, dass der Reis schon sehr viel Flüssigkeit aufgesogen hat, gebt schluckweise Wasser hinzu, denn er sollte nicht anbrennen. So verfahrt Ihr, bis der Reis fast gar ist, dann rührt Ihr behutsam die Kidney Bohnen hinein und lasst den Reis bei ausgeschalteter Hitze noch ca. 10 Minuten nachquellen, den Thymian anschließend wieder heraus nehmen.
  4. Den Reis jetzt entweder direkt warm servieren, oder aber komplett erkalten lassen um ihn am nächsten Tag in die LeckerBox zu füllen.
Notizen
  1. Zubereitung ohne Einweich- und Kochzeit der Kidney Bohnen
Abgeändert von Küchen der Welt: Karibik (GU-Verlag)
Abgeändert von Küchen der Welt: Karibik (GU-Verlag)
LeckerBox.com http://blog.leckerbox.com/
Ginger Beer
Portionen 10
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Vorbereitungszeit
10 min
Kochzeit
30 min
Gesamtzeit
40 min
Vorbereitungszeit
10 min
Kochzeit
30 min
Gesamtzeit
40 min
Zutaten
  1. - 150 – 200g frischen Ingwer
  2. - 200 Reissirup (alternativ Zucker oder Agavendicksaft)
  3. - 5 Gewürznelken
  4. - 1 Stück Zimtstange
  5. - 1 Liter Wasser
  6. - Saft und Schale einer unbehandelten Zitrone
  7. - Passier- oder Mulltuch zum filtern
Anleitung
  1. Den Ingwer schälen und in kleine Stücke schneiden. Diesen anschließend mit dem Reissirup, Nelken, Zimtstange, Zitronensaft- und schale gemeinsam mit dem Wasser in einen Topf geben. Die Mischung zum Kochen bringen und ca. 30 Minuten auf schwacher Hitze köcheln lassen. Diese Mischung in ein (mehrere) große Gläser oder Flaschen füllen, verschließen und für 2 Tage im Kühlschrank ziehen lassen.
  2. Nach zwei Tagen durch ein Passier- oder Mulltuch filtern, in Flaschen füllen und bis zur Verwendung im Kühlschrank aufbewahren.
  3. In der Karibik wird das Ingwerbier meist pur lediglich mit ein paar Eiswürfeln serviert, was mir persönlich aber viel zu scharf war, auch wenn ich gerne scharf esse. Ist einem dieses Bier also pur zu scharf, dann kann es mit stillem Wasser gestreckt werden, in welchem Verhältnis müsst Ihr einfach ausprobieren. Wir haben zudem noch die Mischung: Ingwerbier, Wasser, Orangensaft und Eiswürfel am Wochenende getrunken, und sind der Meinung, dass es sehr gut und erfrischend schmeckt.
Notizen
  1. Zubereitung ohne 2 Tage Zeit für's durchziehen.
Abgeändert von Küchen der Welt: Karibik (GU-Verlag)
Abgeändert von Küchen der Welt: Karibik (GU-Verlag)
LeckerBox.com http://blog.leckerbox.com/
 

 

5 Gedanken zu „MittwochsBox #40: Rice and Peas with Ginger Beer…

  1. Guten Morgen Mone, wir können uns auf unserer Urlaubs-Insel über Tropenhitze nicht beschweren. Hier ist einfach Sommer. Nur das mit der Karibik war diesmal echt schwer. Karibischer geht es auf einer nordfriesischen Hallig leider nicht: http://krautgarten-manufaktur.blogspot.de/2014/06/karibik-trifft-friesland.html
    Lieben Gruß Sylvia von der Krautgarten-Manufaktur, die jetzt mal schauen geht, wie es unwetter-technisch in der Heimat aussieht :-/

  2. Hmmmm, Reis und Bohnen, gleich zwei meiner Lieblinge!
    Hoffe, es kehrt auch bei euch bald wieder Karibikstimmung ein, hier in der Steiermark ists ja noch schön und heiss, die Unwetter sollen erst morgen kommen.
    glg, maren

  3. Pingback: MittwochsBox #40: Ausflug in die Karibik… | LeckerBox.com

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