17 Mrz

Buchrezension: „Einfach Vegetarisch“ von Martina Kittler

„Bist du eigentlich Vegetarierin?“ Wie häufig hat man mir diese Frage aufgrund meiner fleischlosen Rezepte auf meinem Blog schon gestellt. Nein, ich bin keine Vegetarierin, hätte aber gar kein Problem damit, denn so wirklich reizt mich an Fleisch nichts mehr. Es gibt zwar meistens am Wochenende Fleisch zu essen bei uns, aber ich persönlich könnte auch drauf verzichten. Ich habe das Gefühl viel mehr Energie aus frischem Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten zu ziehen als aus Fleisch. Daher bin ich immer wieder auf der Suche nach raffinierten und schnell zuzubereitenden vegetarischen Rezepten für die LeckerBox. Freundlicherweise wurde mir das Buch Einfach Vegetarisch vom GU-Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt. Ich habe mich bereits ein paar Wochen mit dem Buch von Martina Kittler beschäftig und auch einige Rezepte daraus zubereitet.

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Copyright: @ GU-Verlag ISBN 9783833837777

Bereits das Titelblatt des Buches hatte es mir angetan, ein schlicht in schwarz gehaltener einfacher Hintergrund mit knalligen Farben und einfachen Formen im Vordergrund. Etwas verspielt aber nicht übertrieben, genau so wird auch das innere des Buches fortgeführt. Der Titel des Buches ist zweideutig, als ich das Buch das erste Mal entdeckt hatte, da hatte ich aus dem Titel „Einfach Vegetarisch“ folgendes Interpretiert: Koche doch einfach mal vegetarisch. Es ist aber viel mehr, denn in dem Buch wird erläutert, wie einfach es doch ist vegetarisch zu kochen. Es beginnt mit einer ausführlichen Einleitung welche Hilfsmittel wie. z.B. welche Töpfe, Pfannen, Messer, Reiben etc… benötigt werden. Gefolgt von Erklärungen von Nahrungsmittel, welcher Eiweißersatz anstatt Fleisch verwendet werden kann, was eigentlich Tofu, Tempeh und Sojasauce sind. Was sind die Kraftpakete der vegetarischen Küche: Berglinsen, Bulgur, Kichererbsen, Seitan, immer bestehend aus einem Bild und einer kurzen Erklärung, wo das Lebensmittel seinen Ursprung hat und wie es zubereitet wird. Nach zwei Rezepten (gebratener Tofu auf Salat und Polenta Schnitten), die samt Bildern Schritt für Schritt erklärt werden, folgen die Einzelnen Kapitel des Buches. Jedes Kapitel beginnt mit einer Doppelseite auf der sich der Kapitelname befindet sowie einer grafischen Darstellung (ähnlich dem Titel) von Obst und Gemüsesorten die zu diesem Kapitel passen.

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Das Kapitel „Starter und Snacks“ beinhaltet Salate, verschiedene Ofengemüse und einen Brotaufstrich. Im zweiten Hauptkapitel des Buches dreht sich alles um Pfanne und Wok, z.B. Polenta-Schmarren mit Pilzen, Kohlrabischnitzel mit Kerbelsauce und Hörnchennudel-Gröstl. Im dritten Hauptkapitel des Buches kommt alles aus dem Topf, wie z.B. Scharfe Linsen-Ananas-Suppe oder Möhren-Pasta mit Kerne-Chrunch. Was im übrigen sehr, sehr lecker ist, ist eines der Gerichte, die ich bereits nachgekocht habe. Im vierten und letzten Kapitel dreht sich alles um den Ofen wie z.B. Ofengemüse mit Erdnuss-Dipp oder Polenta-Pizza. Das Buch endet mit einem Stichwortverzeichnis, in dem man anhand von Zutaten direkt zu Seiten mit Rezepten geführt wird, die diese Zutaten enthalten.

Als ich begonnen habe mich mit diesem Buch zu beschäftigen, habe mir einen Stapel Klebestreifen daneben gelegt, um die Rezepte die ich spannend finde zu markieren, so dass ich sie schneller wieder finde. Das Buch verfügt aber noch über ein ganz tolles Feature: eine zugehörige App für iOS und Android. Diese App steht kostenlos im Store für das jeweilige Betriebssystem zur Verfügung und kann heruntergeladen werden. Danach hat der Anwender die Möglichkeit anhand einer Scanfunktion die Rezeptbilder der für ihn interessante Rezepte einzuscannen. Hierdurch hat man die Möglichkeit dieses Rezept kostenfrei in der App zu speichern, in den Kalender eintragen zu lassen, das Rezept zu teilen und es zu bewerten. Dieses Feature finde ich einfach nur spitze, denn so habe ich meine favorisierten Rezepte dieses Buches immer dabei ohne das Buch mit herum tragen zu müssen. Bin ich mir also Mittags auf der Arbeit nicht mehr sicher, welche Zutaten ich für dieses Rezept benötige, so kann ich schnell nachschauen und ggf. auf dem Heimweg noch bei einem Supermarkt und Gemüsehändler anhalten und die fehlende Zutat zu besorgen.

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Ein Rezept aus diesem Buch möchte ich Euch heute vorstellen. Ich habe es zwar nach meinem Gusto ein bisschen abgewandelt, aber die Hauptzutaten sind identisch. Zudem habe ich anstatt Kichererbsen aus der Dose auf getrocknete Kichererbsen zurückgegriffen und diese selber über Nacht eingeweicht und am nächsten Morgen gekocht. Ob man das möchte, bleibt aber natürlich jedem selbst überlassen. Ihr könnt natürlich auch die bereits vorgekochten Kichererbsen aus der Dose verwenden.

Zutaten für 1 Glas Kichererbsen – Brotaufstrich:

  • 120 g getrocknete Kichererbsen
  • 1 große getrocknete milde Chili (alternativ eine frische)
  • 1 Hand voll Petersiliengrün
  • 3 EL Olivenöl
  • gemahlener Kreuzkümmel
  • 2 EL Joghurt
  • 2 EL Zitronensaft
  • Salz
  • Pfeffer

Die Kichererbsen über Nacht (ca. 12 Stunden) in Wasser einweichen. Am nächsten Morgen die Einweichflüssigkeit gegen frischen Wasser austauschen und ca. 1 Stunde bissfest garen, abschütten und unter kaltem Wasser abschrecken. Die getrocknete Chili grob mit den Händen zerbrechen und anschließend mit dem Mörser zerkleinern. 3 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, zerkleinerte Chili sowie 1/2 TL Kreuzkümmel hinzugeben, ca. 20-30 Sekunden anbraten, bis der Kreuzkümmel anfängt zu brutzeln. Jetzt die Kichererbsen hinzugeben und 2-3 Minuten unter Rühren andünsten.

Die Kichererbsen gemeinsam mit dem Zitronensaft, Joghurt, Petersiliengrün in einen Mixer geben (alternativ den Pürrierstab verwenden) und zu einem geschmeidigen Brotaufstrich verarbeiten. In eine Schüssel füllen und mit Salz, Pfeffer und noch etwas Kreuzkümmel nach Geschmack würzen. In ein Glas füllen und gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahren.

Das Brot habe ich mit etwas Olivenöl bestrichen und für 2-3 Minuten auf 180° auf der Grillstufe im Backofen angeröstet. Mit Kichererbsenaufstrich bestreichen und mit in Scheiben geschnittenen Cocktailtomaten belegt, sowie noch etwas frischen Pfeffer aus der Mühle bestreut. Ich bin total begeistert von diesem Aufstrich, ob als Frühstück, schnelles Mittagessen oder kleinen Snack am Abend, er ist perfekt.

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Mein persönliches Fazit zum dem Buch Einfach Vegetarisch: Wer auf der Suche nach einem vegetarischen Kochbuch ist, in dem einfache, schnell zuzubereitende Rezepte enthalten sind die zudem noch ausgefallen sind, für den ist dieses Kochbuch genau das richtige. Die meisten Rezepte haben eine Zubereitungszeit von 30 Minuten und sind auch am Abend nach einem hektischen langen Arbeitstag noch schnell zuzubereiten, oder für die nächste Mittagspause vorzubereiten. Die Zubereitung ist ausführlich erklärt und ausgefallene Zutaten werden zu Beginn des Buches ausführlich erläutert, worauf immer zurückgegriffen werden kann. Für spontane Menschen wie mich ist das übertragen der Rezepte in die App des Smartphones einfach perfekt, so kann man auch erst am Feierabend entscheiden was man kochen möchte und noch schnell etwas einkaufen. Dem GU-Verlag und der Autorin Martina Kittler ist hier ein tolles, geschmackvolles Buch gelungen das einfach dazu einlädt vegetarisch und ausgefallen zu kochen.

Ich bedanke mich beim GU-Verlag, das mir dieses Buch kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde und ich es rezensieren durfte, es hat mir sehr viel Freude bereitet.

Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Arbeitswoche.

Mit gesundem und leckeren aus der Box,

Eure LeckerMone 🙂

Ein Gedanke zu „Buchrezension: „Einfach Vegetarisch“ von Martina Kittler

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