08 Nov

Weckmänner, Stutenkerle…oder misslungene kleine Kerle!

wpid-weckmann1-2012-11-8-09-00.jpg

Siedend heiß fiel mir am Wochenende ein, dass am kommenden Sonntag ja „St. Martin“ ist. Wenn ich an St. Martin und meine Kindheit denke, dann sind das erste das mir einfällt, ein riesengroßer „Weckmann“, Laternen, Kakao und Apfelsinen…

„Ein Weckmann, was soll ein Weckmann sein?“ Das bekam ich als erstes zu hören, als ich hier im Ruhrgebiet das Wort „Weckmann“ erwähnte. Mit einem „Weckmann“ kann man im Ruhgebiet und in Westfalen nichts anfangen, denn hier heißen diese lustigen Gesellen zu St. Martin „Stutenkerle“! Mir egal, für mich sind es Weckmänner! Nur beim Bäcker, muss ich hier wirklich „Stutenkerl“ sagen, denn sonst bekomme ich nichts und werde nur schief angeschaut. Bei uns zu Hause aber sind und bleiben es Weckmänner! 😉

Hach, was hatte ich mir so schön überlegt einen „St. Martins“ Post zu machen. Bildlich hatte ich es mir schon richtig schön Vorgestellt: viele lustige kleine Kerlchen mit Rosinen. Daher wurden am Wochenende auch Freunde eingeladen und mit Ihnen zusammen gebruncht. Nur leider, kommt es nicht immer so, wie man möchte. Irgendwie wollte der Hefeteig mal gar nicht. Generell war das Rezept schon ein wenig komisch. Nachdem ich es nach Angaben zubereitet hatte, war der Teig immer noch sehr flüssig…daraus konnten ja keine Weckmänner werden, denn der Teig lief ja förmlich weg. Also habe ich weiter Mehl hinzugefügt bis er geschmeidig und nicht mehr klebrig war.

Nur wollte der Teig dann irgendwie nicht aufgehen…

Die Weckmänner sehen zwar ganz hübsch aus, aber der Teig war sehr fest und zäh. Sie haben zwar geschmeckt, aber sie waren einfach nicht „fluffig“, wie man es von einem richtigen Weckmann kennt.

Ich schreibe Euch das Rezept gerne auf, garantiere aber nicht für’s gelingen. UND vielleicht kann mir ja jemand sagen, was ich falsch gemacht habe.

  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 250 ml Milch
  • 300 g Mehl
  • 80 g Zucker
  • 80 g Butter
  • 2 Eigelb
  • 1 Prise Salz
  • 1 Msp. Safranpulver
  • Milch zum bestreichen

Die Trockenhefe und 40 g Zucker in der lauwarmen Milch anrühren und eine Viertelstunde stehen gelassen.

Das Mehl in eine Schüssel geben und der restliche Zucker, eine Prise Salz, Butter, 2 Eigelb und eine Messerspitze Safran zugegeben. Angerührte Milch hinzugegeben und das Ganze dann zu einem Teig verrühren und gut durchkneten.e

ACHTUNG: hier habe ich jetzt gemerkt das mein Teig viel zu flüssig ist und habe weitere 200 g Mehl hinzugefügt. Erst dann konnte man ihn kneten, ohne mit den Händen dran kleben zu bleiben.

Den Teig mit einem Küchentuch abdecken und 1-2 Stunden aufgehen lassen. Anschließend den Teig zentimeterdick ausrollen und die Figur ausstechen oder ausschneiden.

Die Weckmänner auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, mit Milch bestreichen und mit Rosinen die Augen und Knöpfe erstellen.

Nochmals eine halbe Stunde gehen lassen und dann ca. 15-20 Minuten bei 180 °C (Ober- und Unterhitze) hellbraun backen.

ACHTUNG: Ich musste die Weckmänner 30 Minuten backen, sonst wären sie gar nicht braun geworden.

wpid-weckmann2-2012-11-8-09-00.jpg

Ich hoffe Euch gefallen zumindest die Bilder ein wenig, auch wenn das Rezept nicht der Kracher ist, bzw. was Ergebnis bei mir nicht befriedigend war. Aber vielleicht hat ja jemand von Euch ein richtig tolles „Weckmann“ oder „Stutenkerl“ Rezept für mich?

Ach ja, im Allgäu kennt man den Brauch der Weckmänner übrigens gar nicht. Ich war Geschäftlich zu dieser Jahreszeit des öfteren im Allgäu, und da konnte ich erzählen was ich wollte, man kennt dort keine Weckmänner!

Ich wünsche Euch einen schönen Martinstag am Sonntag…

Eure

LeckerMone 🙂

12 Gedanken zu „Weckmänner, Stutenkerle…oder misslungene kleine Kerle!

  1. Sehen trotzdem lecker aus ♥ ich habe festgestellet, egal was ich mit Trockenhefe mache => es wird garantiert nichts, weil der Teig nie richtig aufgeht und mit richtiger Hefe wird es garantiert was.

    LG Rebecca

  2. Ich bin verwirrt. Ich wohn doch auch an der Grenze zum Ruhrgebiet und bei uns heißen die Weckmänner. Immer schon! Aber ich kenne auch den Begriff Stutenkerl. Der ist aber bei uns eher nicht geläufig. Bei großen Bäckereiketten wird das schon mal benutzt.

    Ich suche übrigens auch noch ein gutes Rezept dafür 🙁

    Liebe Grüße

    • Hey du, in der Eifel, in Köln und auch in Neuss wo ich ein Jahr gewohnt habe sind es „Weckmänner“! Aber nein, hier im Ruhrgebiet, sind es „Stutenkerle“…. ist komisch aber ich habe aufgehört drüber nachzudenken ;-)! Hier ist auch „Aldi-Nord“ und in Düsseldorf noch „Aldi-Süd“ – muss auch keiner verstehen…!
      LG
      Simone

      • Ok ich wohne so bei Essen und Düsseldorf in der Nähe. Dann ist das wohl wirklich nur im richtigen Ruhrgebiet so 🙂 Witzig! Ach bei uns im „Dorf“ ist auch Aldi-Nord und daneben im Städtchen Aldi-Süd. Wir liegen quasi direkt an der Landesteilung 😉 Ist aber sehr praktisch da die ja unterschiedliche Angebote haben.

  3. Hallo!

    Sehen trotzdem lecker aus!

    Meiner Meinung nach hast Du auf 300g Mehl mit 250ml plus Fett plus Ei zu viel Flüssigkeit. Da müsste die Hälfte eigentlich langen.

    Ich probier das mal aus und geb dann Bescheid.

    Ganz liebe Grüße

    Susanne

    • Hallo Susanne,

      danke für deinen Tipp…das nächste Mal werde ich einen anderen Teig ausprobieren. Leider muss ich gestehen das ich noch immer ein bisschen Respekt vor Hefeteig habe, daher backe ich tausend Mal lieber etwas ohne Hefe als mit Hefe 😉

      LG

      Simone

  4. Pingback: 1 Jahr “LeckerBox” – wie schnell die Zeit vergeht… | LeckerBox.com

  5. Pingback: LeckerBox.com » Blog Archive » 1 Jahr “LeckerBox” – wie schnell die Zeit vergeht…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.

%d Bloggern gefällt das: